Sag mir deine Entscheidungen…

In diesem Jahr sind wir mit dem E-Bike die Elbe entlang gefahren von Bad Schandau bis Cuxhaven. Je nachdem was wir anschauen wollten, mussten wir bei jeder Etappe entscheiden, wo nehmen wir den Radweg auf der rechten und wo den auf der linken Seite der Elbe. Eine Binsenweisheit wurde einem ganz klar, wenn ich mich für eine Seite entschieden habe, kann ich nicht gleichzeitig auf der anderen Seite sein.

Es sind unsere Entscheidungen, die unseren Weg bestimmen. Damit grenzen wir ein, was wir erfahren und erleben können, wem wir begegnen können, woraus ggf. eine engere Beziehung werden könnte.

Meine Entscheidungen zeigen auf, welche meiner Möglichkeiten (Fähigkeiten) ich tatsächlich nutze, und je häufiger ich ähnliche Entscheidungen treffe, um so mehr wird mein Leben davon geprägt. Ein bekanntes Sprichwort könnte so angepasst werden: „Sag mir welche Entscheidungen du getroffen hast, und ich sage dir, wer du bist!“

Gott schenke uns jeweils ausreichend Kraft und Mut, um gute Entscheidungen treffen zu können, und die Gewissheit, dass er seinen Kinder immer nahe ist, egal ob die Entscheidung gut oder weniger gut für uns ist.

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Fehler selbst sind nicht das Problem…

Im Praktikum vor vielen Jahren ist mir ein Wandspruch aufgefallen, der heute wieder hochaktuell ist, wenn ich Managemententscheidungen bzw. Nichtentscheidungen beobachte. “Wer arbeitet macht Fehler, wer viel arbeitet macht mehr Fehler und wer keine Fehler macht, wird befördert!“

Was steckt hinter solch einer Aussage? Ein einfaches Weltbild, das besagt, es gibt immer genau einen richtigen Weg und alle anderen sind falsch, und es ist möglich, Dinge perfekt zu machen.

Das ist aber nicht die Wirklichkeit. Was heute richtig ist, kann morgen durch neue Erkenntnisse / Möglichkeiten schon falsch sein. Ein Fehler muss nichts Schlimmes sein, er kann sogar positiv sein, wenn damit ein Lernprozess angestoßen wird.

Das Christentum hat mit Jesu Kreuzestod dem Umgang mit Fehlern (Sünde) eine ganz neue Dimension eröffnet. Fehler, die wir vor Gott bringen, machen Menschen von einem Verlorenen zu einem Erlösten, und gleichzeitig erfahren wir beim Bekennen von Fehlern Gottes unendliche Gnade und Liebe.

Damit sind Fehler im Christentum nicht (mehr) das Problem, sondern nur noch der Umgang damit – Gott sein Dank!

PS.: Eine nette Geschichte dazu gibt es über diesen Link

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Im Gewöhnlichen das Besondere sehen

„Heute gibt es die beste Spruchkarte, die es je gegeben hat…“, nur mit solchen Sätzen hat man heute bei manchen die Chance überhaupt wahrgenommen zu werden. Alles muss außergewöhnlich sein, das Gewöhnliche ist total OUT und findet kaum Platz im Leben. Das Außergewöhnliche, das Exklusive MUSS es sein, und dieses MUSS erzeugt Stress am laufenden Band.

Dabei findet sich im ganz gewöhnlichen Alltag so viel, was wert ist beachtet zu werden und findet auch Beachtung bei denen, die achtsam mit sich und ihrer Umgebung umgehen. Die sich an der Schönheit und Genialität der Natur im Garten, am Fluss oder im Wald erfreuen können. Die Zeit haben, den Sammeleifer von Bienen zu beobachten…

Durch die offenen Augen und das Gespür für sich selbst und die Umgebung werden auch Nöte gesehen, die uns umgeben, wie auch die Möglichkeiten von Hilfe und Unterstützung, die zur Verfügung stehen. Jesus beschreibt in seiner Geschichte vom Weltgericht (Matth. 25), dass die Menschen von ihm angenommen sind, die ganz bewusst und achtsam im Hier und Jetzt leben und in dieser Haltung auch handeln. Was für Geschenk, in diesem Bewusstsein sein Leben und seinen Glauben leben zu können.

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Meine Einstellung ist entscheidend

Ob einer glücklich oder enttäuscht ist, ist weniger abhängig von dem Erlebten als vielmehr von der eigenen Bewertung des Erlebten. Das bedeutet, für manche schmerzhaft, mein Jammern über die Umstände ist „grad für d‘Katz“, eigentlich müsste ich über meine Einstellung jammern.

Anders betrachtet, ich bin unabhängig von anderen, es liegt allein an mir, ob ich etwas positiv oder negativ sehe.

Wie kommt man zu einer positiven Grundhaltung?

Augustinus sagt, Harfe spielen lernt man durch Harfe spielen. Positive Gedanken bekomme ich durch die Beschäftigung mit positiven Dingen, mit der Freude über einen wunderschönen Sonnenuntergang, bei der Betrachtung farbenfroher Blüten, beim Beobachten von Vögeln und ihrem Gezwitscher …

Paulus ermutigt uns: „Denkt über das nach, was rein und liebenswert und bewunderungswürdig ist, über Dinge, die Auszeichnung und Lob verdienen.“ (Phil. 4, 8). Wir wünschen allen Kraft und Mut sowie Gottes Segen zu einer positiven Grundhaltung im Alltag und im Blick auf all das zukünftig sein wird.

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Menschen reifen durch die Liebe

Die Natur ist ein Wunderwerk. Pflanzen und Blumen wachsen und entfalten sich zu individuellen Kunstwerken. Der Mensch ist genauso ein Wunderwerk. Durch Liebe wächst er und entfaltet sich zu einem individuellen Kunstwerk. Das alles wird ermöglicht durch die Fähigkeit zu lieben, was Erich Fromm ebenfalls als Kunst beschreibt. Liebe ist nicht reduziert auf ein Gefühl, das vorhanden oder weniger vorhanden ist, sondern auf die bewusste Entscheidung zu lieben. Er schreibt, die Quelle aller Ängste und Schuldgefühle ist das Bewusstsein der Trennung der Menschen untereinander und die Wiedereinigung dieser Trennung gelingt nur durch Liebe.

Liebe zeigt sich in verschiedenen Formen, Nächstenliebe, Mutterliebe, erotische Liebe, Selbstliebe und Liebe zu Gott. Liebe durchdringt damit alle Bereiche des Lebens. Paulus schreibt: „alles was man ohne Liebe tut ist wertlos“ und schließt ab mit: „Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Von diesen dreien aber ist die Liebe das Größte.“ (1. Kor. 13) Was für ein Geschenk, für das sich jeder Mensch unabhängig von anderen entscheiden kann und damit den Raum schafft zur Reife und Entwicklung zu einer individuellen Persönlichkeit, so wie unser Gott, der die Liebe in Person ist, es sich für jeden Menschen wünscht. 

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Ein Mensch wird nicht lange leben, wenn…

Unser heutiges Bild zeigt ein noch mechanisch betriebenes Vorsignal der Deutschen Bundesbahn 1000 m vor dem Hauptsignal. Das Besondere daran ist, wenn die Strecke zusätzlich mit dem induktiven Zugbeeinflussungssystem (Indusi) ausgestattet ist, leitet diese Signalstellung einen schonenden Bremsvorgang ein. Sollte das Hauptsignal immer noch auf Stopp stehen, wird 150-250 m davor der Bremsvorgang so verstärkt, dass der Zug vor dem Hauptsignal zum Stehen kommt. Sollte das Hauptsignal trotzdem überfahren werden, kommt es durch das Indusi 2000 zur Zwangsbremsung. Ein tolltes Bild für ein gutes Leben.

Wer versucht rechtzeitig eine Bremsung einzuleiten, wenn einer mal wieder in voller Fahrt unterwegs ist? Wer erinnert daran, wenn die ersten Warnhinweise ignoriert werden? Wer zieht die Notbremse, bevor es zum Crash kommt? In unserer Welt und manchmal auch in Kirchen, haben die Antreiber und nicht die Bremser die Oberhand.

Andersherum, wer gibt Menschen ein gutes Wort, eine Aufgabe oder einen Impuls, wenn sie sich in einem Tal befinden und jegliche Energie zu fehlen scheint?

Die Balance ist der Schlüssel zu einem guten Leben und Menschen, die darauf achten und aktiv werden, wenn diese Balance bei anderen in Gefahr gerät. Gott sei Dank für diese Menschen.

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Kein Ziel ist so hoch, dass…

Die rechte Tafel der 10 Gebote regelt das menschliche Miteinander nicht nur für Gläubige, sondern sie sind auch das Fundament der Verfassungen vieler Staaten.

In letzter Zeit ist vermehrt zu beobachten, dass Fanatiker in Gesellschaft oder Kirchen sich mit voller Überzeugung über dieses Fundament hinwegsetzen, wenn es um höhere Ziele geht, die den Bruch mit den Eltern, die Tätlichkeiten, Verletzungen und Zerstörungen und vor allem Verdrehungen und bewusste Lügen rechtfertigen. 

Der Spruch von Albert Einstein sagt eindeutig, dass dies durch kein noch so hohes Ziel gerechtfertigt ist. Jesus selbst hat dies demonstriert. Die Erlösung der gesamten Menschheit ist das höchste je gesetzte Ziel. Er hätte kräftig durchgreifen können bei den scheinheiligen Frommen, deren Ziel es von Anfang aus war, ein Weg zu finden, wie sie ihn nicht nur mundtot machen können. Stattdessen ertrug er standhaft Demütigungen, wehrte sich auch nicht als er öffentlich unter unermesslichen Schmerzen hingerichtet wurde.

Jesus zeigt in dieser Haltung die Souveränität und Stärke wahrer Sieger. Ein Vorbild für vorbildliche Menschen wie Gandhi, Martin Luther King, Nelson Mandela und jeden Einzelnen, der große oder weniger große Ziele verfolgt.

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Die schwierige Suche nach dem Selbst

Ein jeglicher Markt lebt vom Suchen und gefunden Werden. Im Internet hat diese Funktion die Suchmaschine.

Beim Menschen jedoch gibt es dieses Suchen in seinem Inneren nach dem Selbst und gleichzeitig auch die tiefe Sehnsucht von anderen gefunden zu werden.

Die Suche nach dem Selbst setzt voraus, dass ich mich wirklich finden möchte. Genau das ist manchmal der Knackpunkt und hemmt das Engagement der Suche, wenn ich Angst habe, dass auch unangenehme Themen auftauchen könnten.

Manche reduzieren die Suche nach sich selbst deshalb drastisch und fokussieren sich lieber darauf gefunden zu werden, indem sie sich übermäßig engagieren für die unterschiedlichsten Themen oder irgendwie zwanghaft die Aufmerksamkeit suchen.

Leider sind die Erfolgsaussichten in diesen Konstellationen gering. Meine Erfahrung zeigt, in dem Maß wie ich mich selbst gefunden habe, in dem Maß werde ich auch von anderen gefunden. Damit bin ich wieder bei meiner grundlegenden Aussage von Jesus, der genau diesen Zusammenhang herstellt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“  (Matth, 22, 39)

Wir wünschen allen viel Kraft, Mut und Gottes Segen bei der lebenslangen Suche nach dem Selbst.

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Sich freuen können ist wesentlicher als…

Es gibt Menschen, für die zählen nur Zahlen, Daten, Fakten (ZDF), sie reduzieren nahezu jedes Thema auf das, was man messen oder irgendwie zählen kann. In gut organisierten Projekten mag das manchmal ausreichen, um ein Thema zu bearbeiten. Wenn jedoch etwas ganzheitlich betrachtet werden soll, wird schnell deutlich, dass alles Menschliche, Freude, Vertrauen, Beziehungen schwer in Zahlen abbildbar ist.

Zum Leben gehört, sich einfach freuen zu können an Dingen, wie am Duft oder der Farbe und Form einer Rose, auch ohne zu wissen, wie sie heißt, zu welcher Gattung sie gehört …

Zum Leben gehört, sich freuen zu können an Menschen, denen man begegnet, von denen man wenig weiß, aber irgendwie spürt, es passt so, als würde man sich schon lange kennen.

Genauso ist es mit Gott, die Freude an IHM hängt mehr von dem persönlichen Erleben im Alltag ab als von der Akzeptanz einer definierten Anzahl wohlformulierter Lehrsätze oder Dogmen. Johannes schreibt ganz einfach: „Wer mit dem Sohn verbunden ist, hat das Leben. Wer nicht mit ihm, dem Sohn Gottes, verbunden ist, hat das Leben nicht.“ (1. Joh. 5,12). Wir wünschen allen viel Freude am Leben und im Glauben, auch wenn ich wenig darüber wissen sollte.

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Alles, was man gerne tut…

Heute einmal ein Einstieg ohne große Einleitung, direkt mit einer Frage. Was treibt mich an, das zu tun, was ich tue?

Im beruflichen Umfeld erleben viele einfach Druck von oben, der bis ganz nach unten durchgereicht werden muss, die Führungskräfte werden dabei häufig als Druckverteiler missbraucht.

Im persönlichen Bereich sind es häufig Regeln, das gehört sich so ….

Was treibt mich an etwas zu tun im christlichen Glauben?

Religionen arbeiten häufig mit Druck und Angst, um ihre Gläubigen zum Dienst zu bewegen, kirchliche Organisationen pochen auf die Einhaltung ihre Regeln. Bei Jesus sieht das ganz anders aus, er beginnt seine Wirksamkeit mit der bekannten Bergpredigt und dem 8-maligen „glücklich ist …“. Paulus beschreibt am treffendsten, was den Kern des christlichen Glaubens ausmacht. “Wenn dagegen der Heilige Geist unser Leben beherrscht, wird er ganz andere Frucht in uns wachsen lassen: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Nichts davon steht im Widerspruch zum Gesetz.“ (Gal. 5,22-23)

Herzlichen Dank, dass wir im Glauben von innen heraus wachsen und stark werden können, stark auch gegen Druck und Angst um uns herum.

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