Hinter dem Horizont geht es weiter…

Vorweg eine kurze Erklärung zum Foto. Es handelt sich hier einen kleinen Teil eines Strauchs, der von Seidenspinnerraupen vollkommen eingewickelt wurde.

Nun zum Spruch. Jeder Mensch ist begrenzt im Denken und Handeln, wer klug ist, akzeptiert dies und handelt entsprechend. Wer dies nicht akzeptiert, tritt eher auf als ob er selbst Gott wäre. Doch darum geht es in unserem Spruch nicht, sondern darum, dass manche Menschen nicht bereit sind zu akzeptieren, dass es mehr gibt als was sie sehen, erklären oder gedanklich nachvollziehen können.

In der Bibel heißt es: „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR“ (Jes. 55,8)

Es ist das Besondere des Glaubens zu wissen, es gibt wesentlich mehr als ich mir vorstellen kann, und zu vertrauen, dass Gott, der nicht begrenzt ist wie wir, es gut meint mit mir und seine unbegrenzten Möglichkeiten auch für mich nutzt.

Dieser Glaube gibt Geborgenheit und weitet den eigenen Horizont – Gott sei von Herzen Dank dafür.

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Rückgrat zeigen – Wirbel aushalten

Dieses Mal zwei Texte, zum Nachdenken.

Bettina Wegener: „Sind so kleine Hände, winz’ge Finger dran. Darf man nie drauf schlagen, die zerbrechen dann… Sind so kleine Ohren, scharf und ihr erlaubt. Darf man nie zerbrüllen, werden davon taub. Sind so schöne Münder, sprechen alles aus. Darf man nie verbieten, kommt sonst nichts mehr raus. Sind so klare Augen, die noch alles seh’n. Darf man nie verbinden, könn’n sie nichts versteh’n. Sind so kleine Seelen, offen und ganz frei. Darf man niemals quälen, geh’n kaputt dabei. Ist so’n kleines Rückgrat, sieht man fast noch nicht. Darf man niemals beugen, weil es sonst zerbricht. Grade klare Menschen, wär’n ein schönes Ziel. Leute ohne Rückgrat, hab’n wir schon zuviel.“

Jesus:Ich versichere euch: Wenn ihr euch nicht ändert und so werdet wie die Kinder, kommt ihr ganz sicher nicht in Gottes himmlisches Reich.“ (Matth. 18,3).

Wir wünschen allen Gottes Beistand, als grade und klare Menschen im Lutherjahr ein Zeichen zu setzen und die daraus entstehenden Böen mit Gottes Hilfe zu meistern.

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Bücher sollten nicht die einzigen Freunde sein

Es tut gut, sich regelmäßig vom Trubel und Druck des Alltags zurückzuziehen, um in ein gutes Buch abzutauchen.

Heute geht es darum, Bücher sollten die einzigen Freunde sein. Bücher bieten fest fixierten Inhalt, alles schwarz auf weiß. Kommunikations- und Beziehungsfähigkeiten sind nicht gefordert und werden deshalb auch nicht gefördert. Gerade deshalb sind Bücher für manche eine Flucht vor dem Alltag.

Der christliche Glaube ist Beziehungsglaube zu Jesus Christus, der uns in der Bibel nahegebracht wird. Wie im Leben stärkt einen das regelmäßige Lesen der Bibel im Alltag. Aber ebenso kann die Bibel auch Flucht sein, um reduzierte Kommunikations- und Beziehungsfähigkeit zu kompensieren.

Jesus spricht dies wie immer klar und offen an: „Ihr sucht in den Schriften, denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin; und sie sind’s, die von mir zeugen; aber ihr wollt nicht zu mir kommen, dass ihr das Leben hättet.“ (Joh. 5, 39-40)

Das Leben ist nicht das Ergebnis verbissener Bibelkenntnis, sondern allein das Geschenk durch Jesus Christus. Es bereichert das Leben ungemein, während Erkenntnisglaube die Regale der Bibliotheken füllt, zur Überheblichkeit verleitet und Beziehungsunfähigkeit weiter verfestigt.

Wir wünschen allen viel Freude an dieser persönlichen Beziehung zu Jesus Christus

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Die 3 wesentlichen Beziehungen im Glauben

Der Spruch von Martin Luther ist einfach und faszinierend, er beschreibt die drei wesentlichen Beziehungen im christlichen Glauben:

  • Der Mensch und seine Beziehung zu sich selbst
  • Gott, zu dem der Mensch sich im Vertrauen zuwendet
  • Der Mitmensch, der durch die selbst erlebte Liebe Gottes besondere Wertschätzung erhält.

Voraussetzung ist in einem gewissen Maß vertrauen zu können. Wenn dieses Vertrauen auch die Beziehung zu Gott prägt, dann kann der Mensch etwas von der unendlichen Liebe Gottes spüren, die ihn erwärmt und motiviert, diese Liebe in die Beziehung zu seinen Mitmenschen zu investieren.

Es sind diese 3 Beziehungen, die im christlichen Glauben wesentlich sind. Die Kirche hat als Organisation die Aufgabe, Räume zu schaffen, dass diese Beziehung zu sich selbst, zu Gott und zu den Mitmenschen entstehen und sich weiterentwickeln kann. Wenn eine Organisation sich in diese Dreierbeziehung hineindrängt, verlagert das Ganze seinen Schwerpunkt.

Wir wünschen allen einen Raum zu haben, in dem jeder selbst, sein Vertrauen in Gott und seine Liebe zu den Mitmenschen wachsen kann.

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Mißbrauch in geschlossenen Systemen

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In dem Kinderbuch Pippi Langstrumpf gibt es dieses bekannte Kinderlied: „2 x 3 macht 4 widdewiddewitt und 3 macht 9e!! Ich mach‘ mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt..“ Heute schaffen sich nicht nur Kinder eine eigene Welt, heute sind es Erwachsene in mächtigen Verantwortungsfunktionen. Kritik an diesen eigenen Welten wird massiv bekämpft, Tatsachen werden geleugnet – Fake News, Alternative Fakten, Lügenpresse…

Doch darum soll es heute gar nicht gehen. Es geht um unsere eigene Welt und die Reflexion, wie geschlossen ist meine eigene Welt oder – allgemein ausgedrückt – meine Systeme, in denen ich mich bewege? Wie wird dort die Realität wahrgenommen, was zählt Information oder Interpretation, wer bestimmt, wie Personen beurteilt werden, wie offen dürfen eigene Meinungen geäußert werden, darf man selbstständig denken oder wird das als gefährlich, oder gar verwerflich angesehen…

Paulus fordert uns auf: „Prüft aber alles und das Gute behaltet.“ (1. Thess. 5,21).

Modern ausgedrückt: „Scannt alles, löscht den Schrott und behaltet nur die guten Sachen“ (Volxbibel)1616

Selber sehen und sich selbst damit auseinanderzusetzen, was um mich herum passiert, selbst zu urteilen und dazu zu stehen. So sammelt sich immer mehr Gutes in meinem Leben und meinem Glauben – was für ein Vorrecht!

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Wozu ist allemal besser als Warum

Wenn wir eine Situation beurteilen, ist der Blick meist darauf gerichtet, ob es eher angenehm, eher unangenehm oder sogar absolut unangenehm war. Mit demselben Muster bewerten wir unsere Sicht auf die Zukunft.

Unser Spruch lenkt den Blick heute auf das, was in uns liegt. Wie kann das, was an Talenten und Eigenschaften in uns liegt, sich entfalten?

Manches wird gefördert in positiven Situationen, wo wir Motivation von anderen erfahren oder Erfolgserlebnisse uns anspornen, Neues auszuprobieren oder zu entdecken.

Manchmal sind es schwierige Situationen, die vielleicht sogar ans Eingemachte gehen, aber dabei etwas in einem aufbricht, was sonst nie zum Vorschein gekommen wäre.

Enttäuschungen im persönlichen Umfeld sind besonders schmerzlich, die häufige Frage ist dann meist WARUM?

Mit ein wenig Abstand ist die Frage WOZU viel hilfreicher.

Gott hat in jeden Menschen viel an Talenten und Fähigkeiten gelegt, die es ein Leben lang zu entdecken und zu entwickeln gilt. Deshalb können außergewöhnliche Situationen oder geplatzte Träume mit Gottes Hilfe zu einem ganz besonderen Meilenstein im Leben werden, die man im Rückblick nicht mehr missen möchte.

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Lasst euer Licht – zusammen – leuchten“

Im letzten Jahr haben wir erlebt, wie viele Menschen ehrenamtlich eine Not gelindert haben, wo der Staat überfordert war. Es waren die vielen Helfer, die nicht für sich, sondern koordiniert in ihren Gruppen gearbeitet haben, und es waren Gruppen, die sich mit anderen Gruppen abgestimmt haben und damit erst das Unvorstellbare leisten konnten.

Jesus sagt: „So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ Menschen brauchen heute mehr denn je eine Perspektive und die Hoffnung, dass Gott auch heute noch wirkt und gegenwärtig ist, gerade wenn einem durch die täglichen Nachrichten angst und bange werden kann.

Durch Jesu Wort ist nicht nur jeder Einzelne angesprochen, sondern auch Gruppen und Kirchen sich so zu positionieren, damit Hoffnung weit ausstrahlen kann und wahrgenommen wird. Notwendig wäre, den Gruppenegoismus der Kirchen zu überwinden und sich für diese Aufgabe untereinander so zu vernetzen, damit das Licht gebündelt und gleich einem Laserstrahl Unvorstellbares leisten kann.

Pfingsten 2017 – mit Gottes Geist, „nicht abgeschirmt, sondern gemeinsam unter dem Schirm des Höchsten in dieser Welt Licht sein“

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Wo Glauben ist, ist auch Lachen.

Ein alter Witz lautet: „Im Zug saß mir ein Mann mit griesgrämigem Gesicht gegenüber, ich dachte schon er sei Christ, aber dann stellte sich heraus, er hatte sich nur den Magen verdorben.“

Leider gibt es nicht wenige, die Evangelium (frohe Botschaft) übersetzen in akribisches Befolgen von Regeln, oder für die ewiges Leben bedeutet, dass sich die permanente Angst, nicht würdig genug zu sein, sich am Ende doch nicht bewahrheitet hat.

Martin Luther hat die Freude am Leben der Christen wieder hervorgehoben und selbst demonstrativ vorgelebt. Ganz im Sinne Jesu, der als Sohn Gottes sein erstes Wunder auf einer Hochzeit getan hat. Jesus, der eine so positive Ausstrahlung hatte, dass Menschen und vor allem auch Kinder sich zu ihm hingezogen fühlten. Jesus, der seine Wirksamkeit begann mit einer bis heute bedeutenden Predigt: „Glückselig sind…“

Wir dürfen als Christen  in dieser positiven lebensbejahenden Grundhaltung leben – Gott sei von Herzen Dank dafür.

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Wenn alles wichtig ist…

Wer hat nicht schon erlebt, dass es Menschen gibt, die einem Aufgaben geben, die immer die höchste Priorität haben. Die Ursache für dieses Verhalten ist die fehlende Eigenschaft dieser Menschen priorisieren zu können, was aus meiner Sicht auf einen fehlenden inneren Maßstab und auf fehlende Entscheidungsfähigkeit zurückschließen lässt.

Mein Sohn als Mathematiker hat trocken, mathematisch korrekt festgestellt, wenn alles wichtig ist, ist nichts wichtig! Hat diese mathematische Schlussfolgerung allgemeine Gültigkeit?

Die Erfahrung mit solchen Menschen hat mir gezeigt, es geht ihnen meist nicht um Wichtigkeit, sondern sie sind von einer merkwürdigen Angst vor eigenen Fehlern getrieben.

Wer alles als wichtig ansieht, setzt sich wahnsinnig unter Druck und überfordert sich damit ständig, was zur Folge haben kann, dass grundlegendes, wichtiges Verhalten nicht immer vorausgesetzt werden kann.

Wir wünschen allen mit Gottes Hilfe in der Fähigkeit zur Priorisierung zu wachsen und gleichzeitig ausreichend Abstand zu Menschen, die sich darin besonders schwer tun.

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Wer verliebt ist, lebt ein einer anderen Welt

Wer liebt, lebt in einer eigenen Welt. Logik zählt nicht immer, die Naturgesetze scheinen aufgehoben, es erscheint alles in einem anderen Licht…

So zeigen sich auch Menschen, die Jesu Liebe erfahren haben. Eine Maria sitzt Jesus zu Füßen und denkt nicht mehr daran, ihrer Schwester Martha bei der Bewirtung des besonderen  Gastes zu helfen. Maria Magdalena opfert ein Vermögen, um ein kostbares Öl zu kaufen, nur um damit Jesu Füße zu salben. Jesus sagt auf die Missbilligung der Pharisäer „Ihre vielen Sünden sind ihr vergeben; und darum hat sie mir so viel Liebe erwiesen. Wem aber wenig vergeben wird, der liebt auch wenig.“

Das scheint auch der Grund für die Lieblosigkeit des älteren Sohnes im Gleichnis vom verlorenen Sohn, er sagt von sich zu seinem Vater: „Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe dein Gebot nie übertreten“. Wem wenig vergeben wurde, liebt wenig, wie viel Liebe finden wir bei Menschen, die  meinen, sie bräuchten gar keine Vergebung?

Wer liebt, lebt in einer eigenen Welt. Jesus nennt diese Welt Reich Gottes, das Reich Gottes, das seit Jesu Wirken besteht und immer weiter gebaut wird und bei seiner Wiederkunft vollendet werden wird.

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