Dankbarkeit zeigt sich in Hingabe

Es gibt Menschen, die tun sich extrem schwer mit Geschenken. Mag sein, dass sie sich generell schwer tun mit positiven Gefühlen, vielleicht aber schwingt sogar Angst mit, dass sie bei Dankbarkeit einen Teil der Kontrolle über sich selbst verlieren oder dies gar nicht als Geschenk gedacht ist, sondern eine Gegenleistungen erwartet wird.

Dankbarkeit aus dem Inneren heraus ist eng mit Hingabe verknüpft und hat zur Folge, dass Denken, Handeln und Fühlen nicht nur durch Logik und Verstand gesteuert werden.

Nachdem Martin Luther die Besonderheit der Gnade Gottes kapiert hatte, hatte er (fast) jegliche Selbstkontrolle aufgegeben. Die Folge war ein fröhliches, positiv orientiertes und engagiertes Leben, das ihn bis zur Selbstaufgabe führte, „Hier stehe ich, ich kann nicht anders!“

Gottes Erwartung ist ganz simpel. Eine natürliche Dankbarkeit auf seine Gnade gegenüber uns unberechenbaren Menschen. Diese natürliche Dankbarkeit, die sich in der Hingabe zeigt, kommt aus ohne MUSS oder schwäbisch „I sott“ (ich sollte).

Wir sagen heute dazu, es passiert das, was passiert, wenn jemand von etwas ergriffen ist. Dieses ergriffen SEIN gründet auf die lebendige und verwegene Zuversicht auf Gottes Gnade.

Diese Zuversicht wünschen wir allen.

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Wer glauben will, wird glauben…

Karfreitag und Ostern sind vorbei. Daran zu glauben, dass Jesus am Kreuz gestorben ist, ist für viele kein Problem. Fundamental im christlichen Glauben ist jedoch, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist. Hierin scheiden sich die Geister und Paulus bringt es auf den Punkt: „Wenn aber Christus nicht von den Toten auferweckt wurde, ist euer Glaube nichts als Selbstbetrug, und ihr seid auch von eurer Schuld nicht frei.“ 1. Kor. 15, 17

Nachdenklich macht mich immer noch ein Satz aus einer Osterausgabe der Süddeutschen Zeitung: „Wenn der Satz „Jesus lebt“ geglaubt würde, müssten den Christen eigentlich Flügel wachsen, die Gemeinden müssten vor Kraft strotzen, ihre begeisterten Mitglieder müssten an Ostern durch die Straßen rennen und jedem ins Ohr brüllen: „Gott lebt! Wirklich, er lebt!“ Stattdessen stehen sie mit allen anderen im Stau auf der Autobahn“

Der christliche Glaube lebt von der Freiheit der Entscheidung jedes Einzelnen, will ich glauben, dass Jesus von den Toten tatsächlich auferstanden ist und damit meine Schuld getilgt hat?

Wer diese Entscheidung getroffen hat, wird für sich unendlich viele Beweise finden, die dieses Vertrauen stark macht und den Alltag nachhaltig prägt. (Fortsetzung folgt)

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Jesus ist auferstanden und lebt!

Ostern ist verbunden mit der Suche nach Jesus. Die Jünger haben einen toten Jesus im Grab gesucht und nicht gefunden. Gefunden haben sie aber einen lebendigen und verwandelten Jesus ganz unverhofft auf ihrem Weg zurück.

Auch heute wird Jesus von vielen gesucht. Manche meinen, Jesus nur über Menschen mit besonderer Ausstrahlung finden zu können, andere meinen, Jesus versteckt sich in geistreichen Gedanken oder Ideologien und suchen dort, andere glauben nur über eine kirchliche Organisation eine Chance zu haben, Jesus begegnen zu können.

Wer Jesus sucht, wird ihn finden, denn Jesus ist zwar gestorben und – das ist das Einzigartige – Jesus ist auferstanden und lebt und er ist das Leben selbst.

Deshalb ist Leben mit Jesus für jeden und an jedem Ort möglich. Wir begegnen Jesus im Alltag an vielen Stellen ganz unverhofft. Jesus begegnet uns besonders an Orten der Stille, die uns vor Trubel und Ablenkung schützen. Jesus begegnet uns aber auch in unserem Mitmenschen.

Mit diesen Gedanken wünschen wir allen frohe Ostern!

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Die verstehen sehr wenig, die…

“… ebenso verstehen die sehr wenig, die nur verstehen, was sich fühlen lässt.“

Im Leben ist es wichtig, den Verstand nicht außen vor zu lassen, aber das Leben ist mehr als wir verstandesmäßig erfassen können.

Noch bedeutsamer im Leben sind Gefühle, aber das Leben ist mehr als wir gefühlsmäßig wahrnehmen. Das Leben basiert auf einer guten Balance von Gefühl und Verstand.

Unsere Wahrnehmung wird schon begrenzt durch unseren Horizont und sollte nicht noch durch einseitige Wahrnehmung weiter eingeschränkt werden.

Eine Weisheit aus der Bibel lautet: „Vertraue von ganzem Herzen auf den Herrn und verlass dich nicht auf deinen Verstand (oder dein Gefühl). Denke an ihn, was immer du tust, dann wird er dir den richtigen Weg zeigen.“ Spr. 3, 5-6.

Gott möchte unser Leben und unseren Horizont weiten. Gott meint es gut mit uns und möchte uns einen guten Weg führen.

Es kann sein, dass dieser Weg in manchen Fällen gänzlich entgegen unseren eigenen Vorstellungen verläuft, dann ist es besonders tröstlich, Vertrauen in Gottes Führung zu haben und die Gewissheit, dass es am Ende gut sein wird.

Dieses Vertrauen in Gott wünschen wir allen

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(Selbst-) Wert ergibt sich aus…

In einer Geschichte um das Verteilen schlug einer vor, „jeder von uns bekommt 1/5-tel“, forsch entgegnete der Habgierige, „aber ich bekomme 1/10-tel.“

Darstellung des tatsächlichen Werts als Verhältnis von dem, was ich tatsächlich bin (Zähler), zu dem, was ich meine zu sein (Nenner). Mathematisch heißt das,

  • wenn das, was ich wirklich bin, deutlich größer ist als das, was ich von mir halte, ist der Wert deutlich größer als Eins;
  • wenn der Zähler (das was ich bin) deutlich kleiner ist als der Nenner (das was ich von mir halte), ist der Wert deutlich kleiner als Eins.

Für den Wert eines Menschen ist es demnach nicht entscheidend, was er tatsächlich ist oder was er von sich selbst hält, sondern vielmehr das Verhältnis zueinander. Das gilt für Menschen, für Fromme, für (Hilfs-) Organisationen und für Kirchen.

Jesus leitet seine Geschichte vom Pharisäer und Zöllner so ein: „Dann wandte sich Jesus einigen Leuten zu, die voller Selbstvertrauen meinten, in Gottes Augen untadelig dazustehen, und deshalb für alle anderen nur Verachtung übrig hatten.“ Lk 18, 9.

Wir wünschen allen, mit Gottes Hilfe einen guten Blick auf die eigenen Stärken und die eigenen Schwächen und damit zu einem gesunden Selbstwert

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Angst? Ich entscheide mich dagegen!

Es ist ein Bild zum Jammern, der stolze ICE 3 , zugelassen für eine Geschwindigkeit bis 330 km/h. wird von einer Lokomotive der Baureihe 101 gezogen, die üblicherweise bei Intercityzügen eingesetzt wird mit max. 200 km/h. Offensichtlich fehlt diesem ICE 3 die Kraft, den ganzen Zug allein zu bewegen.

Es gibt viele Situationen, in denen Menschen sich aus Angst vor Jemandem ausbremsen lassen. Angst raubt viel Energie und reduziert den Eigenantrieb ungemein, und das wird leider von den Jemands häufig eingesetzt, um Druck auszuüben, oder noch schlimmer versucht, Menschen dadurch zu steuern.

Unser Spruch von Hermann Hesse sagt, wer sich fürchtet oder sogar Angst hat, verleiht selbst einem Jemand Macht über sich. Das hört sich erstmal schrecklich an, auf den zweiten Blick macht es jedoch deutlich, ich habe es weitestgehend selbst in der Hand, mich von meiner Furcht oder Angst zu befreien.

Jesus sagt, Angst kann überwunden werden:
Dies habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Joh. 16,33).

Wir wünschen allen Gottes Segen und seinen Frieden

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Die Kernkompetenz im christlichen Glauben

Schispringen fasziniert mich ungemein, hier müssen Schi, Anzug, Anlauf, Absprung an richtiger Stelle und mit viel Kraft, Flughaltung – möglichst ohne Korrekturen – und Landung im Telemarkschritt kombiniert werden und das bei häufig wechselnden Winden, manchmal sogar während des Flugs. Bewertet wird die Weite und im gleichen Verhältnis die Haltungsnoten.

Die christliche Disziplin scheint mir im Vergleich hier sehr viel einfacher, hier geht es nicht darum, viele verschiedene Faktoren aufeinander abzustimmen, sondern es konzentriert sich allein auf die Vergebung. Wer sich in der Kernkompetenz des christlichen Glaubens weiterentwickelt, kommt dem Mensch SEIN sehr nahe oder, wie Jean Paul es nennt, wird wirklich schön.

Die Schönheit kommt, weil ich nur durch Vergebung mit Gott mit mir Selbst und meinen Mitmenschen im Reinen sein kann.

Peter Maffay unterstreicht diesen Gedanken in seinem Lied „Woran glaubst du“ u.a. damit, …“wer vergibt dir, wenn du dir selbst nicht mehr vergeben kannst“. Im Vaterunser ist das ein zentrales Anliegen, „… vergib uns, wie wir vergeben …“ Wir wünschen allen, mit Gottes Hilfe in diesem Thema ständig zu wachsen.

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Eure Rede sei JA oder NEIN…

Das Foto heute zeigt die Sonne in dieser Woche durch den Saharastaub etwas verschwommen und mir scheint, dass sich viele in der Kommunikation untereinander Sand in die Augen streuen, damit die Dinge nicht mehr so klar erscheinen, wie sie tatsächlich sind.

Beispiel, wenn jemand sich in einem Bereich dringend ändern sollte, redet man heute häufig von Handlungsfeldern oder vom Potenzial, das gehoben werden kann – wahrscheinlich sind es wenige, die aus diesen Formulierungen erkennen, es ist ernst, ich muss hier dringend was tun! Anderes Beispiel, jemand kommt mit einer Bitte oder einem Problem auf einen zu, mir ist das aber absolut unwichtig, aber ich traue mich nicht es zu sagen, dann kommt die Antwort: „ich nehme das Thema mit (auf die lange Bank)“.

Jesus sagt: „Sag einfach ›Ja‹ oder ›Nein‹. Alle anderen Beteuerungen zeigen nur, dass du dich vom Bösen bestimmen lässt.“ Mt.5,37. Jesus formuliert es einfach, klar und deutlich und hat das auch so gelebt.

Mit Gottes Hilfe wünsche ich uns allen diese Klarheit, auch in der Kommunikation.

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Masken machen einen verletzlich

Vorbei ist die Zeit der Faschingsmasken. Nicht vorbei ist die Zeit der Coronamasken, mit denen wir uns und andere schützen. Um diese beiden Masken geht es heute nicht.

Es geht um Masken, die Menschen sich zugelegt haben, weil sie anders erscheinen wollen als sie in Wirklichkeit sind. Im Alltag sprechen wir von Fassade oder Schein. Aus Angst werden Schwächen oder auch nur vermeintliche Schwächen vertuscht, im Extremfall sogar vor sich selbst.

Dieses zur Schau gestellte Auftreten als besonders Cleverer, besonders Starker, als besonders Frommer ist nicht stimmig – was andere spüren. Das führt zu Irritationen, was nicht ohne Reaktion bleibt, z. B. Distanz oder Verspottung, was zu noch stärkerer Verunsicherung führt und damit genau zum Gegenteil dessen, das eigentlich erreicht werden sollte. Jesus sagt, „Wenn ihr euch nicht ändert und so werdet wie die Kinder, kommt ihr ganz sicher nicht in Gottes himmlisches Reich.“ (Matth. 18,3).

Kinder sind (noch) unverbogen, haben ein Urvertrauen und zeigen sich so wie sie sind, wir nennen das authentisch. Übertragen heißt das: Wer vertrauen kann und authentisch ist, wird erfolgreich sein im Leben, das ist für Gläubige das Leben in Gottes Reich.  

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Mit dem Fließen von Tränen beginnt die Heilung

Wie froh ist man an einen schwülen Tag, wenn es gewittert und die Luft wieder „rein“ ist. Genau das drückt auch unser Spruch für einen ganz persönlich aus. „Du siehst alles ein bisschen klarer mit Augen, die geweint haben.“

Tränen haben etwas Reinigendes. Sie zeigen, dass eine Person Schmerz, Trauer und Enttäuschung zulassen kann. Solange Tränen fließen, hört alles andere plötzlich auf, für alles andere ist plötzlich kein Platz mehr, kein Platz, um einfach weiter so zu arbeiten, kein Platz momentan, um irgendeine Rolle zu spielen – wenn Tränen fließen bin ich bei mir selbst, ich spüre den Schmerz und gebe diesem Schmerz den Raum, den er braucht. Wer zulässt, dass Tränen fließen dürfen, ist bereits auf dem Weg der Heilung. Wenn der Schmerz sehr groß ist, müssen viele Tränen fließen, um wieder heil zu werden, denn Tränen haben eine ganz natürliche heilende Wirkung. Mit der Zeit wird wieder innerer Friede einkehren, der Blick wird wieder nach vorne gerichtet sein, Mut und Energie werden schrittweise wiederkommen.

Wir wünschen allen, besonders in dieser außerordentlich schwierigen Zeit, bei Schmerzen die heilende Wirkung der Tränen und die Gewissheit, dass gerade in solchen Situationen Gott besonders nahe ist.

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