Gedanken machen sich im Leben bemerkbar

Beschreibt ein hochaktuelles Thema „Und sperrt man mich ein im finsteren Kerker, das alles sind rein vergebliche Werke; denn meine Gedanken zerreißen die Schranken und Mauern entzwei: die Gedanken sind frei.“

Gedanken sind prinzipiell frei, aber sind sie geheim?

Gedanken hinterlassen Spuren im Gehirn, je häufiger sie auftreten, färben sie unsere Gedanken und Gefühle, was sich im Leben bemerkbar macht. Im Lied heißt es weiter: „ Man kann ja im Herzen stets lachen und scherzen und denken dabei: die Gedanken sind frei.“ Schwer vorstellbar, dass dieses Lachen im Herzen nur im Verborgenen geschieht. Jeder Einzelne kann (muss aber nicht) entscheiden, welche Gedanken sein Leben prägen und wer seine Gedanken prägen darf.

Jesus sagt in der Bergpredigt: „Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens … Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.“ Lk. 6,45

Wir wünschen allen Gottes Segen, Kraft, Mut und Weisheit diese Freiheit der Gedanken zu leben.

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Nicht Ängste sondern Träume leben

Momentan haben Verschwörungstheorien Hochkonjunktur. Das wird genutzt, um gezielt Stimmungen zu erzeugen, Massen zu mobilisieren, Wahlen zu gewinnen, letztendlich um Macht zu bekommen oder weiter auszubauen. Dieses funktioniert dadurch, weil bewusst Ängste geschürt werden, die Menschen im Innersten so fesseln, dass sie sich davon nur schwer befreien können. Es ist ein trostloses Leben.

Das Ziel Gottes ist nicht Angst zu verbreiten, sondern genau das Gegenteil: von Angst zu befreien. „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Joh. 16,33

Jesus hat die Ursache der Angst und alles Böse an Ostern überwunden und wird zu seiner Zeit dies auch vollenden. Das ist eine Perspektive die heute das Leben farbig und froh macht und in der Vollendung alle menschlichen Träume übersteigt.

Leben wir diesen Traum im Vertrauen auf Gott.

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Heimat ist, wo das Herz zu Hause ist

Lange Zeit galt für mich der Satz, Heimat ist dort, wo ich meine Wurzeln habe. Mittlerweile erleben wir aber immer mehr wie Menschen herausgerissen oder auch vertrieben werden und damit „entwurzelt“ sind. Auf der Suche nach einer erweiterten Definition fand ich „Heimat ist dort, wo ich der sein kann, der ich bin“ oder wie in unserem heutigen Spruch formuliert: „Heimat ist, wo das Herz zu Hause ist.“

Es ist wichtig eine Heimat zu haben oder eine neue Heimat gefunden zu haben. Heimat ist der Ankerplatz meines Lebens, der mir Schutz und Sicherheit gibt, der Ort, an dem ich auftanken kann und vielleicht sogar einen Liegeplatz habe.

Dieser Schnappschuss von dem Nest am Kreuz Jesu ist für mich ein Bild von Gottes Angebot. Sicherheit, Nähe und Geborgenheit. Das ist das Wesen des christlichen Glaubens und dieses Angebot drückt Jesus Einladung besonders gut aus: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Matth. 11, 28).

Wir wünschen allen einen Ort, an dem das Herz zu Hause ist.

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Frohe und gesegnete Ostern

Mit dem Spruch von Zenetti

und dem Frühlingsblumenstrauß mitten im Schnee

wünschen wir allen

frohe und gesegnete Ostern

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Glaube ist Glaubenssache

Das Bild zeigt die Spiegelung eines Baumes im Fluss, der an dieser Stelle einen leichten Strudel hat.

Für mich ein schönes Bild zum Thema Wahrnehmung. Je bewegter und turbulenter das Leben ist, umso unklarer und verzerrter ist das, was ich wahrnehme und sehe.

Manche sehen etwas ganz klar, weil sie sich Zeit nehmen, es in Ruhe und aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, andere können darauf entgegnen, da ist nichts, du bildest dir nur etwas ein. Und tatsächlich, sie sehen auch nichts, weil ihre Wahrnehmung, durch welche Turbulenzen oder blinden Flecke auch immer, dafür beeinträchtig ist.

So ist es auch mit dem Erleben eines persönlichen Gottes. Wenn ich glaube, dass es einen himmlischen Vater gibt, werde ich viele Erlebnisse haben, die dies bestätigen. Umgekehrt, wenn ich überzeugt bin, dass es einen persönlichen Gott, wie ihn die Bibel beschreibt, nicht geben kann, werde ich dafür genügend Anhaltspunkte finden, die meinen Glauben bestätigen.

Der Glaube gründet sich nicht auf Beweise, sondern lediglich auf Indizien, die für den Gläubigen durch Erfahrungen zur Gewissheit werden. Dieses Verständnis hilft im Umgang miteinander.

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Heiligung bedeutet Hingabe nicht Selbstaufgabe

Die Begriffe Selbstaufgabe, Unterordnung, (blinder) Gehorsam hört man häufig bei Menschen, die in ihren Herkunftsländern nicht lernen konnten in Freiheit zu leben oder mit der Freiheit verantwortlich umzugehen. Es ist tragisch, dass diese Alltagserfahrungen häufig massiv den persönlichen Glauben dieser Personen prägen.

Unser Spruch geht von Menschen aus, die einerseits frei sind in ihrem Denken und Fühlen und andererseits innerlich ein Einheit darstellen, nicht irgendwie als Persönlichkeit gespalten sind.

Solche Persönlichkeiten können Beziehungen eingehen und Beziehungen pflegen. Dies gilt für Menschen wie für Gott. Jesus sagt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand!“ (Matth, 22, 37).

Gute Beziehungen pflegen, sich auf andere einlassen können, lieben können, Unstimmigkeiten ansprechen und lösen zu können – das ist Leben pur, das Gott jedem Mensch anbietet.

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Lügner können niemanden mehr glauben

Dem Spruch ist nichts mehr hinzuzufügen. Beispiele, die die Aussage belegen, finden wir tagtäglich in den Medien.

Deshalb möchte ich den Spruch ins Positive drehen.

„Der Segen für den, der ehrlich und sensibel ist, ist nicht nur, dass er als glaubwürdige Person angesehen wird, sondern dass er selbst auch anderen glauben / vertrauen kann.“

  • Wer ehrlich und sensible im Umgang ist mit anderen Menschen, wird anderen auch vertrauen können.
  • Wer ehrlich und achtsam zu sich selbst ist, der wird Selbstvertrauen immer stärker entwickeln.
  • Wer ehrlich und auch emotional zu Gott kommt, wird Gottvertrauen haben.

Ehrlichkeit ist ein Zeichen von Stärke und Mut und gleichzeitig eine scharfe Waffe. Ohne Sensibilität verursacht Ehrlichkeit starke Verletzungen. Ehrlichkeit mit Sensibilität ist für alle ein großer Segen. Dies wünschen wir allen

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Ein klares Ziel schützt vor blindem Aktionismus

Der Spruch von Mark Twain hörte sich schräg und unlogisch an, aber aus meiner Sicht beschreibt er gut unsere aktuelle Zeit.

Aktionismus vielerorts, in der Politik ganz besonders. Nicht die Ursache angehen, sondern Ankündigungen und Aktionen, die bei der Masse und in den Medien gut ankommen, gerne auf Kosten von Schwachen, Ausländern, Andersdenkenden. In vielen Unternehmen ist es nicht besser: Strategien, Neuausrichtungen, Umorganisationen überschlagen sich, das eine ist noch nicht abgeschlossen, schon fängt das nächste an nach dem Motto: „höher, schneller, weiter“ – alles ohne ein wirkliches Ziel.

Kann es in unserer volatilen Zeit (ständig und schnell verändernd) überhaupt noch verlässliche und konstante Ziele geben?

Die Zusage Jesu kann hilfreich sein, die er in Bezug  auf Alltagssorgen gemacht hat: „Trachtet vielmehr zuerst nach Gottes Reich und seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“(Mt 6,33)

Gottes Welt reißt uns heute nicht aus dieser Welt heraus, aber ermöglicht doch einen anderen Blick darauf. Seine Gerechtigkeit, seine Werte sind kontrastreich zu dem, was wir tagtäglich erleben, und geben damit gute Orientierung und Sicherheit.

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Seelennahrung

In unserem heutigen Spruch geht es um die Freude, die unsere Seele ernährt. Freude ist der Motor, der Kraft gibt, uns motiviert und antreibt. Aus diesem Grund wird heute vielerorts versucht Freude „zu produzieren“, um Sportler, Vereinsmitglieder, Mitarbeiter, Kirchengemeindemitglieder zu motivieren, das Letzte aus sich herauszuholen. Das kann zum Erfolg führen, z.B. zu einer Medaille bei den Olympischen Spielen, es kann aber auch sein, dass trotz vollem Einsatz der Erfolg ausbleibt.

Freude, die unsere Seele ernährt, ist weder kurzatmig oder oberflächlich, sondern ist eine Freude, die existenziell ist. Mein Innerstes kommt in Berührung mit der Natur, die einen Eindruck in das Wesen des Schöpfers vermittelt, mein Innerstes kommt in Berührung mit Menschen, die diese innere Freude ausstrahlen, oder mein Innerstes kommt in Berührung mit dem Schöpfer selbst. Das Ergebnis ist Leben, empfindsam, kraftvoll, dauerhaft, wetterunabhängig und für die Ewigkeit.

Wir wünschen allen großen Appetit zu einer guten Ernährung der Seele, viel Freude bei der Suche nach besonders guten Zutaten.

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Weisheit besteht in der Fähigkeit Erfahrungen machen zu können

Erfahrungen zu machen, ist noch keine Weisheit. Erfahrungen liegen in der Vergangenheit und können auch zwangsläufig sein, d. h. für manche Erfahrung kann ich gar nichts dafür.

Weisheit bedeutet u.a. geistige Beweglichkeit und Unabhängigkeit. Sie befähigt ihren Träger, systematisch Dinge

  • zu denken („eine weise Erkenntnis“, „ein weiser Entschluss“, „ein weises Urteil“),
  • zu sagen („ein weises Wort“, „ein weiser Rat“)
  • zu tun („ein weises Verhalten“).

Weisheit als Fähigkeit, Erfahrungen zu machen, heißt deshalb für mich: aktiv Neues zu wagen im Denken, im Sagen und im Tun und anschließend über das Neue zu reflektieren. Was von dem Neuen war gut, was war weniger gut, was war richtig daneben, um beim nächsten Mal diesen Lerneffekt aus der Reflektion einfließen zu lassen. Damit gestalte und beeinflusse ich mehr meine Erfahrungen selbst.

Wir wünschen allen viel Weisheit mit diesen Gedanken und Gottes Segen, den theologischen Transfer dieses Mal selbst vorzunehmen.

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