Gutes braucht Zeit

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Mahatma Gandhi, weiß wovon er spricht, wenn er formuliert„…wer Gutes tun will, ist nicht selbstsüchtig, nicht in Eile.“

Gutes muss sich entwickeln und wachsen, es braucht Zeit und deshalb muss so früh wie möglich damit begonnen werden, es bedarf viel Geduld und braucht Kraft, auch Rückschläge überwinden zu können.

In kurzfristigen Hilfsaktionen ist häufig ein erheblicher Anteil Eigennutz der Helfer zu finden, um das Gewissen zu beruhigen oder indem einfach in das eigene Image investiert wird.

Wer Gutes erreichen will, muss mit dem ganzen Herzen dabei sein. Dann wird es zu einer Lebenseinstellung, zu einer Selbstverständlichkeit. Solche Menschen beschreibt Jesus in Mt. 25 als fragend: „Herr, wann haben wir … zu essen gegeben, im Gefängnis besucht…“ und Jesus gibt selbst die Antwort darauf: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr für mich getan!“

Gott gebe, dass die vielfältige Not von Menschen noch stärker unsere Herzen erreicht.

 

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Vergleichen schafft Unzufriedenheit

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Heute wollen wir uns ein paar Gedanken machen zum „Vergleichen“. Beim Vergleichen gibt es die Möglichkeit zu erkennen, was es an Gemeinsamkeiten gibt und wo Unterschiede bestehen. Meistens stehen die Unterschiede im Mittelpunkt, die dann fast zwanghaft bewertet werden müssen – was ist besser und was ist damit automatisch schlechter? Das Gemeinsame, und damit der wesentlichere Teil des Gesamten, schwindet aus dem Blickfeld.

Wenn Menschen sich vergleichen, schwingt meist entweder Überheblichkeit (ich bin besser) oder Minderwertigkeitsgefühl (ich bin schlechter) mit.

Es gibt nicht wenige Menschen, die suchen sich für zum Vergleichen gleich die richtigen Personen aus, damit sie auf jeden Fall die Besseren sind; leider es gibt auch solche, die immer die Schlechteren sein müssen, so sehr sie dies selbst bedauern.

Jesus sagt: „Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!‘ (Mt. 22, 39), diese Selbstannahme ist der Schlüssel im Leben und eines persönlichen Glaubens – und macht gleichzeitig Vergleiche überflüssig.

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Bunt sehen und aushalten

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Täglich überfällt uns eine meist negative Nachrichtenflut, es bleibt zu wenig Zeit, sich damit im Detail und den dahinter verborgenen Schicksalen zu beschäftigen. Es einfach stehen zu lassen, gelingt wenigen, deshalb wird es kurz bewertet und gedanklich in einer persönlichen Schublade abgelegt.

So (über-) leben heute viele, bauen eine mehr oder weniger große Distanz auf, damit diese Themen einem nicht zu nahe kommen.

Ganz Extreme reduzieren ein komplexes Thema auf einen einzigen Punkt, damit wirklich jeder ganz einfach und sonnenklar eine Bewertung auch zu den schwierigsten Problemen abgeben kann.

So einfach ist die Welt nicht – Gott hat die Natur verspielt, variantenreich und bunt erschaffen. Genauso ist jeder Mensch ein Original. Das ist das Interessante, das es zu entdecken gilt und bereichern soll, statt Angst zu erzeugen. Das Fundament dazu formuliert Paulus wie folgt: „Nehmt einander an, so wie Christus euch angenommen hat. Auf diese Weise wird Gott geehrt.“ (Rö. 15,7)

Gott sei Dank, dass er uns darin als Vorbild begegnet – jedenTag.

 

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Mich mit Gottes Augen sehen

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Dieser Spruch regt mich zum Nachdenken darüber an, mit welchen Augen ich mich selbst betrachte. Sehe ich besonders das, was von der Norm(alität) abweicht? Sehe ich immer zuerst, was noch fehlt, um irgendwie noch perfekter zu sein?

Wie ungemein stark muss Gottes Liebe strahlen, dass eine einzige Sekunde sich dauerhaft auswirken kann.

Es zeigt mir, wie immens weit Gottes Wesen von unserer menschlichen Vorstellungskraft ist – ja, Gott ist gänzlich anders als wir Menschen mit unserer Prägung durch die Gesellschaft, hinter der meist ein MUSS steht, das, was noch fehlt, zu erreichen – und es fehlt immer etwas – weil man ja vorankommen muss!

Gottes Liebe sagt unumwunden: Du bist wertvoll für mich, weil du so bist wie du bist – egal wie es von außen aussieht…

Das baut auf, das verändert dauerhaft und bewegt einen tief im Herzen – Gott sei Dank dafür.

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Keine Angst vor Gnade

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Härte zeigen – Kante zeigen, manchmal dasselbe verpackt in der Formulierung „Konsequenzen ziehen“, sind im wahrsten Sinne „Schlag“-Wörter, die aktuell in meinem Umfeld nur so herunterprasseln. Meistens sind solche Worte von einem demonstrativen „selbstbewussten“ Auftreten begleitet.

Der heutige Spruch lässt mich an dieser demonstrativen Stärke zweifeln und eher das Gegenteil vermuten – Angst. Angst vor Schwäche, Angst, nicht fordern zu können, sondern der Empfangende zu sein und damit der Abhängige.

Es ist paradoxerweise Stärke notwendig, um andern gegenüber gnädig sein zu können. Genauso ist innere Stärke notwendig, Gnade anzunehmen, diese wohlwollende, freiwillige Zuwendung.

Wahrscheinlich liegt in diesem Bereich bei Gläubigen die entscheidende Weichenstellung: ist der Glaube eher fordernd oder eher gebend ausgerichtet. Wenn das letztere der Fall ist, bin ich von Herzen dankbar über die Aussage von Paulus Alles, was ich bin, bin ich allein durch Gottes vergebende Gnade.“ (1. Kor. 15, 10)

Gott schenke jedem die Stärke, gnädig sein zu können und Gnade annehmen zu können.

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Probleme lösen, statt mit ihnen zu leben

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Einen Dialog zu führen, scheint zu anstrengend zu sein, bedeutet es doch „eine zwischen zwei oder mehreren Personen geführte Rede und Gegenrede“. D.h. es fordert nicht nur eine verständliche Formulierung des eigenen Standpunkts, sondern auch ein zuhören und verstehen Wollen des anderen Standpunkts.

Deutlich einfacher ist eine Ansage zu machen im Sinne von „Basta“. „Basta“ strapaziert weniger die eigene Geduld, hat aber eine deutlich geringere Qualität, überzeugt deshalb meist nicht und benötigt zusätzliche Druckmittel, was der Sache selbst schadet.

Im Dialog mit Andersdenkenden steckt eine doppelte Chance: deren eigene Logik und Sinnhaftigkeit zu erkennen und dabei den eigenen Standpunkt zu hinterfragen, zu präzisieren und zu differenzieren. Dies reduziert im Ergebnis die Angst vor Andersdenkenden und macht die Welt für einen deutlich farbenfroher.

„Im Dialog“ und nicht im „Basta“ begegnet Gott uns Menschen. Dieser Dialog ist die beste Voraussetzung für eine persönliche Reife und Entwicklung ohne Druck und deshalb nachhaltig.

 

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Muss ich es schaffen, dass Gott an mich glaubt?

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Der heutige Spruch hat mich auf ganz unterschiedliche Weise zum Nachdenken angeregt.

Der erste Gedanke, der mir ins Auge sprang, war „ich muss es schaffen, dass Gott an mich glaubt!“

Wie viel Druck steckt in dieser Aussage und was für schreckliche Folgen können sich daraus ergeben! Immer in Beweis- und Rechtfertigungsnot zu sein, nie wirklich sicher zu sein.

Ganz anders der erste Teil des Spruchs. Ich verbinde diese Aussage mit dem im Schöpfungsbericht in 1. Mose1, 27 beschriebenen Ebenbild Gottes – mit einem Gegenüber, das sich Gott gewünscht hat. Der Mensch, Gottes Gegenüber, ist auf Gott angelegt. Das erklärt die ganz unterschiedliche Suche von Menschen nach Gott. Nicht wenige finden Gott in einem tiefen Glauben, der so tief ist, dass es keines Beweises bedarf. Gleichzeitig ist dies die Vertrauensbasis für das ganze Leben auch mit Gott.

Der fundamentale Unterschied drückt sich in ganz wenigen Worten aus, „ich glaube“ bzw. „ich muss“ – der Rest ergibt sich mehr oder weniger aus diesen grundsätzlichen Blickwinkeln.

Wir wünschen allen Gottes Segen bei diesen Gedanken.

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Dialog statt „Basta“

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Einen Dialog zu führen, scheint zu anstrengend zu sein, bedeutet es doch „eine zwischen zwei oder mehreren Personen geführte Rede und Gegenrede“. D.h. es fordert nicht nur eine verständliche Formulierung des eigenen Standpunkts, sondern auch ein zuhören und verstehen Wollen des anderen Standpunkts.

Deutlich einfacher ist eine Ansage zu machen im Sinne von „Basta“. „Basta“ strapaziert weniger die eigene Geduld, hat aber eine deutlich geringere Qualität, überzeugt deshalb meist nicht und benötigt zusätzliche Druckmittel, was der Sache selbst schadet.

Im Dialog mit Andersdenkenden steckt eine doppelte Chance: deren eigene Logik und Sinnhaftigkeit zu erkennen und dabei den eigenen Standpunkt zu hinterfragen, zu präzisieren und zu differenzieren. Dies reduziert im Ergebnis die Angst vor Andersdenkenden und macht die Welt für einen deutlich farbenfroher.

„Im Dialog“ und nicht im „Basta“ begegnet Gott uns Menschen. Dieser Dialog ist die beste Voraussetzung für eine persönliche Reife und Entwicklung ohne Druck und deshalb nachhaltig.

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Dauernde Freundschaft

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Es war ein heißer, Tag an dem sich eine einige Personen trafen, um miteinander Boule zu spielen. Es war keine besondere Umgebung und die Bäume spendeten auch nicht zu viel Schatten. Entscheidend für sie war das gemeinsame Boulespiel. Man merkte beim Zuschauen, das war nicht das erste Mal, dass sie gemeinsam einen Nachmittag verbrachten und auch nicht das letzte Mal.

Andauernde Freundschaft braucht Menschen, die sich auf Augenhöhe begegnen, was heißt, ich blicke weder auf den Anderen herunter, noch starre ich ganz klein nach oben.

Der Wert des Anderen ist allein davon abhängig, welchen Wert ich ihm zugestehen kann.

Gerne übertrage ich das auf den Glauben. Es gibt zwar einen fundamentalen Unterschied zwischen Mensch und Gott, aber Gott ist uns durch Jesus ganz nahe gekommen. Damit hat Gott die Möglichkeit geschaffen, uns auf Augenhöhe begegnen zu können. Gute Voraussetzungen für eine dauerhafte Freundschaft – Gott sei Dank dafür.

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Halbwahrheiten

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Es sind persönliche Erlebnisse der letzten Tage, die mir vor Augen geführt haben, wie allgegenwärtig sogenannte Halbwahrheiten sind und welche gravierende Wirkung sie erzielen können.

Halbwahrheiten sehe ich als das bewährte Prinzip, um Menschen zu Fall bringen zu können (siehe Sündenfall in 1. Mose 3).

Ich möchte jedoch das Augenmerk nicht auf die Entstehung von Halbwahrheiten lenken, sondern wie ich Halbwahrheiten begegne, die ich als solche nicht so leicht erkenne, wo etwas fehlt, wo etwas verdreht oder sogar auf den Kopf gestellt wurde.

Halbwahrheiten haben nicht nur Wirkung auf den, über den etwas gesagt wird, sondern prägen auch den Hörer, in dem sich Bilder verfestigen die die Urteilsfähigkeit beeinträchtigen und bei ständiger Wiederholung sich die innere Einstellung merklich, meist nur für andere, verändert.

Gott schenke jedem den Mut und die Kraft genauer auf das zu schauen, was an „Informationen“ auf einen zukommt und nur das weiter zu geben, was gewiss wahr, was gut und wirklich notwendig ist.

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