Anderssein annehmen

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Urlaub in Italien machen, heißt für viele Genießen der besonderen italienischen Küche inkl. Gelati und Cappuccino.

Und es sind die Menschen in ihrer Lebensart, die viele ansprechen, leichter, nicht verbissen, mit mehr Freude und Blick für das Schöne, auch mit deutlich mehr Emotionen.

Dieses Anderssein ist sehr bereichernd für mich: es regt an, eignes Verhalten zu hinterfragen und gibt Impulse auf das ein oder andere im Leben besser zu achten.

Jedoch nicht alle finden Anderssein bereichernd. Es gibt für mich mittlerweile zu viele, die Anderssein als persönliche Bedrohung empfinden – im Alltag und, das finde ich besonders bedrückend, mehr und mehr Andersmeinende in Glaubensfragen.

Dabei schreibt Paulus an die Römer:Nehmt einander an, so wie Christus euch angenommen hat. Auf diese Weise wird Gott geehrt.“

Wer sich angenommen weiß bei Gott und sich auch selbst angenommen hat, der kann andere annehmen – wird nicht nur keine Angst vor anderen haben, sondern sie schätzen als wesentlichen Teil für die persönliche Entwicklung.

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Frieden und Seligkeit

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Wenn unbeschreiblicher Schrecken und später ausgelassene Freude ganz eng beieinander sind, ist Ostern – der Gedenktag zur Vergebung und Versöhnung.

Vergebung heißt für mich, daran glauben, dass es persönliche Schuld gibt, und daran glauben, dass mit der Auferstehung Jesu genau diese Schuld getilgt werden kann.

Vergebung steht immer auf diesen beiden Beinen.

Je mehr ich verstehe, was mit Schuld gemeint ist, und dies im eigenen Leben erkenne, ohne dabei zu verzweifeln, weil ich weiß, dass selbst Gott, dem Schuld absolut zuwider ist, meine Schuld an- und wegnehmen kann, kann ich auch das Zweite annehmen, wenn Gott mir zuruft, die Schuld ist dir vergeben, und ich darf erleben, was Luther mit Frieden und Seligkeit beschreibt.

Es ist dieses menschliche Paradoxon, das Jesus ausdrückt über eine Person, die als ‚große Sünderin‘ abgestempelt war: „Ihre große Schuld ist ihr vergeben; und darum hat sie mir so viel Liebe gezeigt. Wem aber wenig vergeben wird, der liebt auch wenig.“ (Luk.7, 47)

In diesem Sinn wünschen wir ganz im Sinne von Martin Luther – Frieden und Seligkeit –frohe Ostern

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Mit Freude anderen einen Dienst erweisen

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Wir kennen Menschen, die sind mehr oder weniger blind für die kleinen und großen Nöte anderer. Wir kennen aber sicherlich auch Menschen, die sofort loslegen, wenn sie eine Situation sehen, in der sie helfen könnten. Beide Menschentypen sind meiner Ansicht nach in unserem Spruch nicht gemeint. Beim ersten kommt keine Freude auf, beim zweiten ist es eher zwanghaft, was ebenfalls tiefe Freude verhindert.

Schlüssel ist für mich „anderen einen Dienst erweisen kann“. Ich muss nicht dienen, ich muss nicht immer mich verweigern, ich kann dienen und ich kann auch Nein sagen.

D.h. es bricht mir kein Zacken aus der Krone, wenn ich diene, und ich hab ein gutes Gespür dafür, wann es gut ist für den anderen, dass ich mich hier engagiere und wann es nicht gut ist – ohne schlechtes Gewissen – weil es entweder keinen Sinn macht oder meine Fähigkeiten oder Kräfte aktuell übersteigt.

Aber wenn ich dem anderen einen Dienst erweise, dann erfüllt es mich mit tiefer Freude, weil es für den anderen und für mich passend ist.

Gott schenke uns den Blick und das Gespür für andere und mich selbst – dann passiert viel Gutes und alle empfinden tiefe Freude.

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Vergebung ist Folge der Liebe

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Wenn von der Erde aus betrachtet der Mond genau der Sonne gegenüber steht, kann der Mond in der Nacht sogar Schatten werfen. Wenn der Mond sich zwischen Erde und Sonne schiebt, ist entweder Neumond – der Mond reflektiert gar nichts, oder es ist Sonnenfinsternis – er verdeckt die Sonne, dann wird es sogar am Tag dunkel.

Unser heutiger Spruch beschreibt, wie der Grad der Vergebung die Intensität der Liebe widerspiegelt.

Wenn ich mich vor die Sonne schiebe, werden andere durch mich keinen Lichtblick haben – Vergebung ist dann Fehlanzeige – gnadenlos ist angesagt. Wenn ich die Sonne verdecke, wird es finster durch mich, Angst und Schrecken machen sich breit – an Gnade und Vergebung denkt keiner mehr, nur noch ans Überleben.

Der Vollmond zeigt, wie hell es selbst in der Dunkelheit sein kann und wie es in ausweglosesteten Situationen nicht nur Vergebung, sondern auch wieder Versöhnung geben kann.

Als Christen glauben wir, dass die Liebe der Menschen nur die Antwort auf Gottes unendliche Liebe sein kann, und dass das Leben allein durch Gottes Gnade und seine Vergebung geschieht in dem Maß, wie wir selbst anderen vergeben und damit in dem Maß, wie wir Gott und andere Menschen lieben. (Mt. 22, 36-40)

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Klarheit im Reden, Denken und Handeln

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Die Nachrichten berichten immer häufiger von nächtlichen Krisentreffen bis in die frühen Morgenstunden, an denen danach oft selbst die Gesprächspartner zweifeln, dass es umgesetzt wird, weil das Vertrauen der Gesprächspartner zueinander fehlt.

Manchmal wird auch durch die Art und Weise wie wir reden Vertrauen zerstört – große theatralische Versprechungen, die ganz schnell wiede

r vergessen sind; Formulierungen, die so wachsweich klingen, dass schon beim ersten Hören Zweifel aufsteigen…

Jesus formuliert es einfach, klar und präzise: „Sag einfach ‚Ja‘ oder ‚Nein‘. Alle anderen Beteuerungen zeigen nur, dass du dich vom Bösen bestimmen lässt.“ (Matth. 5, 37).

Klarheit in der Aussage schafft Transparenz und damit einen Raum für klares, manchmal auch notwendiges, schmerzliches Handeln. Klarheit in der Aussage setzt aber Klarheit im Denken voraus. Klarheit, was sind meine Ziele und ansatzweise auch, was treibt mich innerlich an, welche Sehnsüchte steuern mich.

Gott schafft Ordnung und Klarheit und damit Vertrauen, sein Gegenspieler ist der große Durcheinanderbringer.

Gott schenke uns den Mut und die Kraft für vertrauensfördernde Klarheit im Reden, Denken und Handeln.

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Woody Allens Erkenntnis

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Kernaussage unseres heutigen langen nachdenklichen Textes: „…selbst wenn Sie recht haben und es keinen Gott gibt, werde ich trotzdem das bessere Leben gehabt haben, weil ich glücklicher mit meinem Glauben war.“

Das ist das Ziel des christlichen Glaubens, das bessere Leben zu leben, ein Glaube, der einen glücklicher macht im Hier und Jetzt.

Genau so beginnt Jesus seine erste Predigt (Matth. 5,1-12):

  • Glücklich sind die erkennen, wie arm sie vor Gott sind
  • Glücklich sind die Trauernden
  • Glücklich sind die Friedfertigen
  • Glücklich sind die nach Gerechtigkeit hungern
  • Glücklich sind die Barmherzigen
  • Glücklich sind die reines Herzens sind
  • Glücklich sind die Frieden stiften
  • Glücklich sind die verfolgt werden
  • Glücklich könnt ihr sein, wenn ihr verachtet, verfolgt und verleumdet werdet

Gott schenke jedem in diesem Glauben so zu wachsen, dass er dieses glücklich Sein im Hier und Jetzt erleben kann.

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Funktionierender Geist

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Heute geht es um einen funktionierender Geist. Wenn ich mir die Nachrichten der letzten Wochen und Monate vor Augen führe, dann fehlt dieser an vielen Stellen und deshalb nehmen die Probleme in Summe und Schärfe zu.

Warum scheint der Geist heute oftmals nicht mehr zu funktionieren? Wenn man einzelne Personengruppen so betrachtet, sind sie meist äußerst emotional – entweder in ihrer Überzeugung für oder gegen etwas oder in ihrer Wut. Dieser Zustand, meist verstärkt durch Gruppendruck, verhindert, dass sachliche Argumente überhaupt zugelassen werden – wiederholende schnelle und einfache Antworten sind angesagt – dadurch entstehen (Feind-) Bilder, die als Schutzschild fungieren, um weiteres Vordringen zu verhindern.

Im Alltag sprechen wir häufig vom fehlenden gesunden Menschenverstand. Jesus formuliert dies positiver: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.“ (Matth. 7, 12)

Gott schenke jedem die Kraft und seinen Geist, um diese Perspektive einnehmen zu können, auch gegenüber denjenigen, die gerade dies nicht können.

 

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Sanftmut – eine furchtbare Gewalt

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Sanftmut wird heute meist nur noch in Verbindung mit Jesus Aussage in der Bergpredigt gebracht: „Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.“ (Matth. 5,5).

Diese Aussage Jesu scheint in sich ein Widerspruch zu sein – das Himmelreich besitzen ja, aber das Erdreich? Zu schnell wird Sanftmut falsch als einfaches Nachgeben verstanden.

Was bedeutet Sanftmut? Ins Auge sticht der Begriff MUT. Mut zur Demut, Gewaltlosigkeit sowie Ausdruck von Freundlichkeit. Es kann aber auch wie Geduld und Weisheit verstanden werden.

Marie von Ebner Eschenbach beschreibt falsch verstandene Sanftmut so: „Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit…“

Unser Spruch macht deutlich, von Sanftmut geht eine nicht zu unterschätzende Wirkung aus, die gefürchtet wird, steht sie unweigerlich im Kontrast zu Strukturen von Gewalt und Repression. Gleichzeitig beschreibt sie für einen selbst innere Ruhe durch die Geborgenheit in Gottes Frieden und das unabhängig davon, was um einen herum gerade passiert.

Gott schenke jedem, die Glückseligkeit von Sanftmut immer aufs Neue zu erfahren.

 

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Wider glückliche Pessimisten

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Wenn wir die Nachrichten verfolgen, müssen wir feststellen, dass es in der Welt immer schlimmer wird. Aber darf es deshalb keine Freude mehr geben? Sind die, die sich trotzdem freuen können, Träumer, die die Realität nicht mehr ernst nehmen?

Ich meine, es ist eher andersherum, dass bei den Menschen, die sich nicht (mehr) freuen können, etwas zerbrochen ist, was ihnen den Mut genommen hat, sich auf Positives einzulassen aus Angst vor einer weiteren möglichen Enttäuschung.

Solche Menschen können positive Menschen nur schwer ertragen und empfinden wahrscheinlich tatsächlich ein wenig Glück, wenn sie anderen, natürlich rein verstandesmäßig, nachweisen können, dass es keine Freude gibt, was sie deshalb engagiert tun.

Auch im Christentum gibt es Menschen mit dieser Grundhaltung. Sie filtern aus der Bibel all das heraus, was belastend wirken kann und ergötzen sich in ihrer selektiven Auslegung. Jesus sagt nicht: „In der Kirche habt ihr Angst; sondern in der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Joh. 16,33)

Gott schenke jedem den Blick für all das Positive, das es gibt, und die Kraft, sich darüber freuen zu können.

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Glauben bedeutet allein vertrauen

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Manche glauben im Glauben geht es im Wesentlichen darum, in Auseinandersetzungen mit anderen Gläubigen als Sieger dazustehen.

Unser Spruch zeigt auf, worum es im Glauben geht – allein um Vertrauen – sola fide (allein der Glaube) hat es Luther genannt, neben sola gratia (Gnade) und sola scriptura (Schrift = Bibel).

Im christlichen Glauben geht es allein darum, ein Leben zu führen im Vertrauen zu einem gnädigen und barmherzigen Gott, den uns die Bibel als liebenden Vater zeigt, statt auf ein eigenes unerschütterliches Standing und auf die eigene Power zu setzen.

Die Geschichte vom verlorenen Sohn zeigt das Wesen Gottes und des Menschen auf. Der ältere Sohn hat einen klaren Standpunkt und zeigt offen seinen Ärger über das unmoralische Leben seines Bruders. Der jüngere Sohn steht da und meldet Insolvenz an im alleinigen Vertrauen darauf, dass sein guter Vater einen Weg für ihn findet. Er wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil, er erlebte seinen Vater in überschwänglicher Freude darüber, dass er sich ihm anvertraut hat.

Diese Erfahrung mit dem himmlischen Vater wünschen wir allen.

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