Persönliche Schutzzone

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Unsere heutige Spruchkarte zeigt einen besonderen Steg am Gardasee mit Schutzzaun. Umgeben von zu viel Stress und zu wenig Zeit ist dies ein ansprechendes Bild für mich. Eine Schutzzone, in der ich zur Ruhe kommen kann, die mich etwas abschottet von ständigem online und standby sein.

Ich bin dann mal weg, nicht einmalig im Urlaub oder auf dem Jakobsweg, sondern regelmäßig in meinem Wochenrhythmus. Um das zu tun, wofür Ruhephasen für mich da sind

  • entspannen und Abstand gewinnen zu den Alltagsthemen
  • Zeit zum Nachdenken zu haben über den eigenen Weg und über die persönlichen Ziele
  • Beziehungen zu vertiefen zu mir selbst, lieben Mitmenschen und ggf. zu Gott
  • Zeit, um auch über grundsätzliche Lebens- und Sinnfragen nachzudenken

Diese Punkte bereichern das Leben – schön, wenn ich dafür Schutzzonen habe.

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Weg zur Erlösung

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Um zum Gipfelkreuz auf einem Berg zu kommen, gibt es meist ganz unterschiedliche Wege. Mehrere für den Bergwanderer und meist auch für Kletterer, manchmal gibt es sogar für Touristen eine Seilbahn. Jeder wählt den Weg, der am besten zu ihm passt. Wer dies nicht bedenkt, der kann sich am Gipfel maßlos über andere ärgern, die mit weniger Anstrengung auch das Ziel erreicht haben.

Dieses Bild möchte ich übertragen auf den christlichen Glauben. Gibt es tatsächlich leichtere und schwierigere Wege auf dem Weg zur Erlösung? Manche meinen, wenn jemand Freude hat auf diesem Weg, kann das sicher nicht der richtige Weg sein. Andere sind überzeugt, nur ihr Weg ist der richtige. Nicht wenige meinen sogar, dass man irgendwie doch dort ankommen wird, was man gewöhnlich als Himmel bezeichnet.

Meine persönliche Überzeugung ist, dass Jesus in der Bibel nur einen Weg zur Erlösung aufzeigt. „Alternativlos“ – was uns normalerweise gar nicht gefällt – auch mir nicht.

Gott schenke jedem in den kommenden Tagen etwas Zeit über dieses Bild und den eigenen Weg nachzudenken.

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Ehrliche Finder gesucht

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Es wäre schon ein großer Druck, würde der erste Teil unseres Spruchs alleine dastehen – verliere nie den Mut!

Doch glücklicherweise geht der Spruch weiter: Es gibt ehrliche Finder, zwar wenige, aber es gibt sie.

Jesus erzählt in Lukas 10 die Geschichte vom barmherzigen Samariter, jedoch gleichzeitig auch von dem nicht barmherzi-gen Priester und Tempeldiener. So ist es manchmal im Le-ben, von denen man Hilfe erwartet, kann man bitter enttäuscht werden, trotzdem ist es gut, die Hoffnung nicht aufzugeben. Der ehrliche Finder kam nach den Enttäuschungen. Es war ein Mensch, dem man diese Sensibilität gar nicht zugetraut hätte und der darüber hinaus noch richtig zupacken konnte und es auch tat.

Vielleicht kann auch ich für andere zu solch einem überra-schenden, ehrlichen Finder werden. Zu Einem, dem der mutlose Mensch das gar nicht zutrauen würde, der bisher noch keinen Blick hinter meine Fassade machen konnte.

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Leben braucht Ruhe

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Bis im Herbst die abgebildete Aster blühen wird, werden viele Blumen geblüht haben und ebenso viele verblüht sein. Wer seinen Blumengarten gut plant, berücksichtigt die Blütezeit und pflanzt verschiedene Sorten.

Dieser heutige Spruch spricht mich momentan besonders an, weil ich viele Termine zwar gut geplant habe, aber versäumt habe, dazwischen ausreichend Zeiten der Ruhe und Stille einzuplanen.

Alles, was lebt, braucht ausreichend Ruhe und Stille – so auch der Mensch, der leben möchte, braucht bewusste und geplante Zeiten – täglich, wöchentlich, im Urlaub.
Ruhe und Stille hilft, wieder Kräfte zu sammeln, aber auch den Sach- und Terminzwängen wieder die Steuerung des Lebens aus der Hand zu nehmen. Für den Gläubigen bedeutet dies zusätzlich, Gott Einfluss in sein Leben zu gewähren.

Gott sensible jeden, inwieweit ausreichend Ruhe und Stille zum Leben besteht, und schenke, wenn nötig, die Kraft dafür, nötige Änderungen einzuleiten.

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Mut zur Liebe

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Viele wünschen sich ein liebevoller Mensch zu sein und strengen sich an, sich so zu verhalten oder ahmen bei andern als angenehm erlebte Verhaltensweisen nach. Das kann eine gewisse Zeit gut gehen, ohne dass es von anderen oder auch selbst bemerkt wird – aber dies strengt an und irgendwann wird die Kraft zu Ende gehen.

Das Entscheidende, damit mich andere liebevoll erleben, spielt sich in meinem Innersten ab. Im Mut mich zu öffnen, Mut anderen zu vertrauen, Mut dabei auch Enttäuschung zu verkraften, Mut zur Liebe…

Jesus formuliert denselben Gedanken so: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand! Das ist das erste und wichtigste Gebot. Ebenso wichtig ist aber das zweite: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!“ (Matth. 22, 37-39)

Gott schenke jedem verstärkt diesen Mut zur Liebe, damit seine Beziehungen sich vertiefen und sein Glauben wachsen kann.

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Menschen, die gebraucht werden

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Diese Frau aus Funchal, der Hauptstadt von Madeira, wohnt in einer Straße, in der viele ihre Haustür künstlerisch gestalten.

Was in uns an Fähigkeiten und Talenten steckt, weiß erst ein-mal keiner von uns. Erst im (regelmäßigen) Tun kommen sie langsam zur Geltung und entwickeln sich. Dabei spielen liebe Menschen eine entscheidende Rolle, die uns motivieren, neue Aufgaben anzugehen und uns unterstützen, an diesen bis zum Schluss dranzubleiben.

Noch wesentlicher als die Entwicklung von Fähigkeiten ist die Entwicklung unseres Charakters. Wie viel ist in Menschen verborgen an guten Eigenschaften, die verborgen bleiben, weil es an Menschen fehlt, die den Mut und das Fingerspitzengefühl haben, diese Eigenschaften zur Entwicklung und Geltung zu bringen und evtl. Ängste zu überwinden.

Gott schenke jedem seinen Geist, um Aufgaben und Impulse von anderen (dankbar) anzunehmen und umgekehrt in derselben Weise auch für andere da zu sein.

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Der Weg zum Ziel

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Es waren viele kleine Wege auf den Peak Tower in Hongkong durch Schluchten von Wolkenkratzern mit einem kleinen Stadtplan an der Hand. Die regelmäßige Standortbestimmung war zwingend, um jeweils den nächsten zielführenden Wegabschnitt finden zu können.

Viele scheitern, weil sie im großen Eifer ihr Ziel ansteuern wollen, ohne sich groß mit der Umgebung zu beschäftigen. Mit dieser scheinbar vorbildlichen Gradlinigkeit aber werden sie sich schnell an Hindernissen aufreiben, festbeißen und oft auch aufgeben. Hindernisse, die bei genauerer Betrachtung einfach zu umgehen gewesen wären und sie damit dem Ziel näher gekommen wären.

Es ist utopisch zu meinen, Ziele können immer geradlinig erreicht werden. Die Realität ist, dass ich mich immer mit meiner Umgebung beschäftigen muss, um dann entscheiden zu können, welche Wegabschnitte bringen mich dem Ziel näher und durch welche Wegabschnitte entferne ich mich vom Ziel.

Gott schenke jedem die Weisheit sich nicht nur über das Ziel Klarheit zu verschaffen, sondern auch über die Wegabschnitte, die notwendig sind, um das Ziel überhaupt erreichen zu können.

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Wieder Wagnisse wagen

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Ein Wagnis einzugehen, fällt immer schwer, wenn Risikovermeidung und –reduzierung oder Perfektion weit oben stehen.

Leichter wird es, wenn wir wieder entdecken, dass Wagnisse zum Leben gehören.

Das Wagnis, gerade mit realistischen Zielen erfolgreich sein zu können, weil sie berücksichtigen, dass nicht immer alles glatt laufen wird.

Das Wagnis, dass Niederlagen ganz natürlich zum Leben gehören und besonders viel zur persönlichen Reife beitragen können.

Das Wagnis, sich mit Leib und Seele wieder auf Themen, Beziehungen und auch auf den Glauben an einen persönlichen Gott einzulassen, auch wenn es dabei ganz sicher nicht immer nach Plan laufen wird und Enttäuschungen zu verkraften sein werden.

Gott schenke jedem den Mut, die Bereitschaft und seinen Geist mehr zu wagen, um damit auch wieder mehr „vom Leben zu haben“.

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Was mir wirklich wichtig ist!

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Unsere Zeit scheint geprägt zu sein von schönen Worten, von positiven Formulierungen, von symbolischen Handlungen und Gesten – kurz von Handlungen, die nicht zu viel Zeit beanspruchen, um sich als Helfer oder Begleiter präsentieren zu können.

Wenn ich unseren heutigen Spruch dagegen halte, stellt sich für mich die Frage, geht es dabei wirklich ums Helfen oder einfach nur darum, mich als Helfer zu inszenieren?

Jesus erzählt die Geschichte vom barmherzigen Samariter (Lukas 10), der sich die Zeit nahm, die notwendig war, um den Verwundeten erst zu versorgen und ihn anschließend zur weiteren Behandlung zu transportieren. Für ihn war dieser verwundete Mensch wichtig – für die anderen Personen in dieser Geschichte nicht.

In dem Spruch sehe ich eine einfache Hilfe zur Selbstprüfung. Mir klar vor Augen zu führen, was ist mir wirklich wichtig, um mich anschließend zu fragen – bin ich damit einverstanden?

Gott segne jeden, der sich dafür die Zeit nehmen wird.

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Der Alltag entscheidet

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Es war auf einer Radtour im Elsass. Seit längerem zogen dunkle Wolken auf, bevor der Wolkenbruch anfing. Jeder suchte einen Unterschlupf. Dann ließ der Regen nach. In dieser Situation entstand das Bild zu unserem heutigen Spruch.

Ein Schirm – zwei Menschen ganz eng miteinander – das hilft die Situation zu meistern. Das sind Momente, die dem anderen helfen und darüber hinaus Wirkung erzeugen und deshalb zum Nachdenken anregen:

Was habe ich alles, was anderen in bestimmten Situationen eine Hilfe sein kann?
Wie stark bin ich bereit, dies mit anderen zu teilen?
Wie nah darf mir der andere dabei kommen?

Dieses persönliche Einbringen im Alltag kann als nicht zu unterschätzender Maßstab meiner Werte angesehen werden. Jesus sagt: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr für mich getan!“ Matth. 25, 40.

Gott schenke jedem den Blick und vermehrt die Möglichkeiten, im Alltag einfach Zeichen zu setzen.

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